Blended Learning · Online + 2 Praxistage

Wagyu, Iberico & Co –
verstehen, bewerten, anwenden

Hochwertige Rassen werden häufig als „Luxusfleisch“ eingeordnet – im Alltag fehlt aber oft die saubere Begründung: Was ist Genetik, was ist Fütterung, was ist Reifung, was ist Vermarktung – und was ist am Ende sensorisch und kulinarisch tatsächlich belegbar?

Dieses Format verbindet ein strukturiertes Online-Fundament mit zwei getrennten Praxistagen in Sven Schurigs Grillwerkstatt (Schlossmühle Rheda-Wiedenbrück). Ziel ist Urteilskraft: Qualität erkennen, Fettlogik verstehen, Temperaturfenster anwenden und Produkte plausibel einordnen – ohne Übertreibung und ohne Mythengerede.

In der Praxis wird Ware im direkten Vergleich eingesetzt: original japanisches Wagyu sowie amerikanisches, neuseeländisches und deutsches Wagyu. Bei Iberico werden Spanien (Bellota & Standardqualität) und deutsche Qualitäten gegenübergestellt – inklusive der Einordnung 50 / 75 / 100%.

  • Online-Fundament – Rassenlogik, Fettqualität, Reifung, Bewertungs- und Sprachstandard.

  • 2 Praxistage – getrennt nach Wagyu/Rind und Iberico/Schwein für saubere Sensorik.

  • Veredelung integriert – Iberico inkl. Schinken, Wagyu inkl. veredelter Produkte (jeweils Theorie & Verkostung).

Präsenzteil
Schlossmühle Rheda-Wiedenbrück · Sven Schurigs Grillwerkstatt

Juli - Oktober 26
Erfahrungsrahmen aus Japan und Spanien ist integriert – als Referenz für Standards, Produktlogik und Plausibilität.
Premium- und Spezialrassen – Sensorik, Zubereitung, Bewertung

Für wen der Kurs gedacht ist

Das Format richtet sich an Fachkräfte und Entscheider, die Premiumsegmente sicher einordnen und sauber anwenden möchten – in Beratung, Küche, Sortiment oder Produktentwicklung.

LEH / Sortiment

Einordnung für Listung, Beratung, Reklamationssicherheit und plausibles Erwartungsmanagement.

Metzgerei / Zuschnitt

Qualität bewerten, Zuschnittlogik verstehen und Veredelung fachlich korrekt einordnen.

Gastronomie

Temperaturfenster, Fettverhalten, Garlogik und sensorische Wirkung praxisnah beherrschen.

Verkauf / Beratung

Klare Sprache: Produktwert erklären, Erwartungen steuern, typische Irrtümer vermeiden.

Format: Blended Learning Online: Grundlagen & Bewertungslogik Praxis: 2 Tage getrennt Ort: Schlossmühle Rheda-Wiedenbrück

Warum zwei Praxistage – fachlich zwingend

Hochmarmoriertes Rind (Wagyu) und Iberico-Schwein sind sensorisch extrem fordernd. Eine gemeinsame Verkostung an einem Tag führt zu Überlagerung, Ermüdung und am Ende zu falschen Schlussfolgerungen. Zwei getrennte Tage sind die Voraussetzung für saubere Bewertung.

  • Vergleichbarkeit innerhalb einer Produktfamilie (Wagyu vs. Wagyu / Iberico vs. Iberico)
  • Temperaturfenster nachvollziehbar testen (korrekt vs. übergart)
  • Fettlogik sauber bewerten, ohne sensorische Überladung
  • Veredelung fachlich einordnen (Schinken / Spezialitäten) ohne „Aromachaos“

Was nach dem Kurs sicher sitzt

Ziel ist Urteilskraft: Qualität erkennen, Zubereitung ableiten und Produktwert plausibel erklären – nachvollziehbar, reproduzierbar, alltagstauglich.

  • Fettqualität bewerten (Struktur, Schmelz, sensorische Wirkung)
  • Temperaturfenster anwenden statt pauschaler Gargrade
  • Sensorik beschreiben (Aroma, Textur, Nachhall) – ohne Floskeln
  • Veredelung einordnen (Schinken, Reifungseffekte, Rohpökelprodukte)
  • Vergleichskompetenz: Japan/USA/NZ/DE und Spanien/DE sauber abgrenzen

Vergleichsrahmen – was konkret eingesetzt wird

Die Vergleiche sind so gewählt, dass Unterschiede nicht „gefühlt“, sondern nachvollziehbar werden: Fettqualität, Struktur, Aromaprofil, Garlogik und die Einordnung veredelter Produkte.

Wagyu / Rind

  • original japanisches Wagyu als Referenz
  • amerikanisches Wagyu zur Einordnung von Stil und Fettcharakter
  • neuseeländisches Wagyu zur Abgrenzung im Profil
  • deutsches Wagyu zum Vergleich und zur Markt-Plausibilität
  • veredelte Wagyu-Produkte (Theorie & Verkostung)

Fokus: Kriterien und Wirkung – nicht Markenbehauptungen.

Iberico / Schwein

  • Iberico aus Spanien – Bellota & Standardqualität
  • 50 / 75 / 100% – Einordnung und sensorische Abgrenzung
  • deutsche Qualitäten zum Vergleich und Erwartungsmanagement
  • Schinken (Theorie & Verkostung) als Kern der Einordnung
  • Zubereitung: Temperaturfenster und Textursteuerung

Wagyu und Iberico werden bewusst getrennt verkostet.

Beispiel-Setup – so ist die Verkostung aufgebaut

Damit der Vergleich belastbar ist, wird nicht „querbeet probiert“. Es gibt einen klaren Ablauf: gleiche Zuschnittlogik, definierte Garpunkte, saubere Pausen, strukturierte Notizen. So wird aus Verkostung eine Entscheidungshilfe.

A

Einheitliche Basis

Vergleich beginnt bei der Methode – nicht beim Label.

  • Zuschnitt & Portionslogik einheitlich
  • Salzung & Ruhezeiten abgestimmt
  • Dokumentierte Abfolge statt Bauchgefühl
B

Temperaturfenster

Bei diesen Produkten entscheidet das Fett über den Punkt.

  • „richtig“ vs. „zu heiß/zu lang“ im direkten Vergleich
  • Textur & Schmelz nachvollziehbar
  • Praxisableitung für Grill, Pfanne, Ofen
C

Sensorik-Protokoll

Beschreiben können ist Teil der Kompetenz.

  • Aroma · Textur · Nachhall in klarer Sprache
  • Fettqualität: Struktur & Mundgefühl
  • Vergleich: was unterscheidet wirklich – und was nicht?
D

Veredelung sauber einordnen

Schinken & Spezialitäten werden nicht „mitprobiert“, sondern eingeordnet.

  • Iberico-Schinken als Referenz für Reifung & Fett
  • Wagyu-Veredelung: Wirkung und Grenzen
  • Kommunikation ohne Überversprechen
E

Anwendung im Alltag

Ziel ist nicht Eindruck – sondern Umsetzbarkeit.

  • Portionierung & Servierlogik
  • Fehlerbilder erkennen (zu viel Hitze, falsches Timing)
  • Handlungsempfehlungen, die funktionieren
G

Direktvergleich & Kalibrierung

Damit Urteile belastbar sind: erst kalibrieren, dann bewerten.

  • Referenzprobe als „Nullpunkt“ (Japan/Bellota)
  • Stufung: weich/saftig vs. „zu viel Hitze“ sichtbar machen
  • Notizen: gleiche Kriterien für alle Proben
F

Einordnung & Entscheidung

Am Ende steht eine klare Einordnung – nicht nur Eindruck.

  • Welche Ware passt wofür (Beratung/Küche/Sortiment)
  • Plausibilität von Preis & Erwartung
  • Was man guten Gewissens sagt – und was nicht
H

Kommunikation & Empfehlung

Aus Sensorik wird Praxis: was sagt man – und was lässt man weg?

  • 3 saubere Sätze für Beratung/Karte (ohne Show)
  • Erwartungsmanagement: Portion, Preis, Wirkung
  • „Passt wofür“: Anlass, Gast, Zubereitungsziel

Kurz gesagt
Strukturierter Vergleich statt „Tasting-Abend“ – damit Ergebnisse belastbar sind.

Juli - Oktober 26

Online-Modul – gemeinsamer Standard vor der Präsenz

Das Online-Modul sorgt für gemeinsame Begrifflichkeit und Bewertungslogik. So wird die Präsenz konsequent für Vergleich, Sensorik und Anwendung genutzt – nicht für Grundlagen.

1

Einordnung & Erwartung

Was Premium fachlich bedeutet – und wo Marketing endet.

  • Standards & Referenzen aus Japan und Spanien
  • Einordnung: „Luxus Fleisch oder Luxusfleisch“ (als Denkanker, ohne Show)
  • Welche Aussagen belastbar sind – und welche Reklamationen bauen
2

Fettlogik (Wagyu/Iberico)

Fett ist hier der Qualitätshebel: Struktur, Schmelz, Aromaträger, Mundgefühl.

  • Fettqualität erkennen: visuell, sensorisch, praktisch
  • Warum gleiche Marmorierung nicht gleiche Wirkung bedeutet
  • Fehlerbilder: zu heiß, zu lang, falsches Handling
3

Temperaturfenster

Diese Produkte brauchen eine andere Logik als Standard-Gargrade.

  • Kerntemperatur vs. Fettauflösung
  • Timing, Ruhe, Nachgarung – in der Praxis anwendbar
  • Ableitung für Grill, Pfanne, Ofen
4

Sensorik & Bewertung

Bewerten können – und korrekt ausdrücken können.

  • Aroma, Textur, Nachhall: klare Sprache statt Floskeln
  • Vergleichslogik: wie Unterschiede wirklich sichtbar werden
  • Einwände und Erwartungsmanagement in Beratung und Küche
5

Veredelung einordnen

Schinken und Spezialitäten sind Qualitätslogik – nicht Dekoration.

  • Iberico-Schinken: Reifung, Fett, Aroma – was ist belegbar?
  • Wagyu-Veredelung: Wirkung und Grenzen
  • Kommunikation ohne Überversprechen
6

Einordnung im Markt

Preis, Produktwert, Portionierung, Plausibilität.

  • Was Kunden wirklich kaufen – und was sie nur kommentieren
  • Portionierung & Wahrnehmung: „wirkt teuer“ vs. „ist plausibel“
  • Saubere Argumentation ohne Mythengerede
7

Cuts, Zuschnitt & Einsatzlogik

Welche Stücke liefern welche Wirkung – und wie man das in Praxis übersetzt.

  • Rind: Ribeye / Striploin / Tenderloin – Unterschiede im Fettverhalten
  • Schwein: Presa / Secreto / Pluma – Textur und Garfenster
  • Wofür geeignet: Grill, Pfanne, Sharing, Menü
8

Fehler vermeiden & Standards setzen

Damit Premium nicht „kaputtgegart“ wird: klare Regeln für Timing, Ruhe und Service.

  • Hitze, Zeit, Ruhe: typische Fehlerbilder und Gegenmaßnahmen
  • Portionierung & Serviertemperatur (Fettlogik!)
  • Standardformulierungen für Team/Briefing

Online schafft Standard
Präsenz schafft Urteilskraft – durch Vergleich, Sensorik und Anwendung.

Juli - Oktober 26

2 Praxistage – Vergleich, Sensorik, Zubereitung

Praxis bedeutet hier: vergleichen, testen, ableiten. Kein „Genuss-Event“, sondern ein Fachformat mit klarer Struktur. Wagyu/Rind und Iberico/Schwein sind getrennt aufgebaut – für saubere Ergebnisse.

Praxistag 1 – Wagyu & hochmarmoriertes Rind

  • Vergleich: Japan / USA / Neuseeland / Deutschland
  • Sensorik: Fettqualität, Mundgefühl, Nachhall
  • Temperaturtests: korrekt vs. übergart
  • Zubereitung: Ableitung für Praxis (Grill/Pfanne/Ofen)
  • Wagyu-Veredelung: Theorie & Verkostung

Praxistag 2 – Iberico & Spezialrassen Schwein

  • Vergleich: Spanien (Bellota/Standard) + deutsche Qualitäten
  • Einordnung: 50 / 75 / 100% – sensorisch & praktisch erklärt
  • Temperaturfenster & Textursteuerung
  • Iberico-Schinken: Theorie & Verkostung
  • Kommunikation: plausibel erklären statt übertreiben
Hinweis zur Struktur:
Die Trennung der Praxistage ist Voraussetzung für saubere Sensorik. Sonst wird aus Vergleich nur Überlagerung – und das ist fachlich wertlos.

Preise

Einzelteilnahme oder Paketlösungen. Netto zzgl. MwSt.

Einzelteilnahme

Standard

1.190 € netto

pro Person · Online + 2 Praxistage

  • Online-Modul (vorab) + Unterlagen
  • 2 Praxistage inkl. Verkostung
  • Wagyu: Japan / USA / NZ / Deutschland
  • Iberico: Spanien (Bellota/Standard), 50/75/100% + Deutschland
  • Veredelung: Iberico-Schinken + Wagyu-Spezialitäten

Klarer Aufbau, klare Vergleichslogik, klare Anwendung.

Duo-Ticket

2 Pers.

2.240 € netto

2 Personen · gemeinsam buchen

  • ideal für Betrieb + Küche / Verkauf
  • gemeinsame Begrifflichkeit und Bewertungslogik
  • bessere Umsetzung im Alltag durch Abstimmung
  • beide Praxistage identisch integriert
  • online vorbereitet, vor Ort vertieft

Sinnvoll, wenn intern Entscheidungen gemeinsam getragen werden.

Team-Paket

bis 5

5.450 € netto

für Betriebe / Abteilungen

  • einheitliche Einordnung im Team
  • kommunikativ stabil: Beratung, Küche, Leitung
  • Standard statt Einzelwissen
  • saubere Entscheidungsbasis für Premiumsegmente
  • Online-Anteil sorgt für gleichen Startpunkt

Für Teams, die Premium seriös und konsistent führen möchten.

Mehrere Standorte

Rollout

Auf Anfrage

Ketten / Regionen / Partner

  • Kontingente, Planung und Terminlogik
  • skalierbar durch Online-Anteil
  • einheitliche Standards über Standorte
  • Option: abgestimmte interne Leitlinien
  • Kalkulation nach Umfang und Zielsetzung

Planbar, sauber, konsistent – ohne Aktionismus.

Teilnahme sichern
Online-Fundament · 2 Praxistage · Vergleich · Sensorik · Anwendung

Juli - Oktober 26

FAQ

Welche Wagyu-Herkünfte sind enthalten?

Verglichen werden original japanisches Wagyu sowie amerikanisches, neuseeländisches und deutsches Wagyu – mit Fokus auf nachvollziehbare Kriterien (Fettqualität, Sensorik, Temperaturfenster).

Welche Iberico-Qualitäten sind enthalten?

Iberico aus Spanien wird in Bellota und Standardqualität eingeordnet, inklusive der Differenzierung 50 / 75 / 100%. Ergänzend werden deutsche Qualitäten zum Vergleich herangezogen.

Warum sind Wagyu und Iberico auf zwei Praxistage getrennt?

Aus sensorischen Gründen: Aromaintensität und Fettwirkung sind so unterschiedlich, dass eine gemeinsame Verkostung zu Überlagerung und Ermüdung führt. Zwei Tage sorgen für saubere Bewertung.

Ist Schinken Teil des Kurses?

Ja. Iberico wird auch über Schinken eingeordnet – Theorie und Verkostung sind integriert, weil Reifung, Fett und Aroma hier besonders klar sichtbar werden.

Ist das Online-Modul verpflichtend?

Es wird empfohlen, damit die Präsenzzeit konsequent für Vergleich, Sensorik, Temperaturtests und Anwendung genutzt wird – nicht für Grundlagen.

Bereit für saubere Einordnung?
Wagyu · Iberico · Vergleich · Sensorik · Anwendung

Juli - Oktober 26

Urheberrecht & Nutzung: Inhalte, didaktische Strukturen, Modelle und Formulierungen sind urheberrechtlich geschützt. Nutzung über vereinbarte Zusammenarbeit hinaus nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Autors.

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